Giovanni Battista Scalabrini wird heiliggesprochen!
Diese frohe Nachricht hat uns am Ende des Monats Mai mitten im Scalabrini-Jahr erreicht, das wir zur Erinnerung an den 25. Jahrestag der Seligsprechung von G.B. Scalabrini feiern, die am 9. November 1997 stattfand:
„Mit großer Freude teilen wir euch die Nachricht mit, dass der Heilige Vater, dem Rat der Kardinäle folgend, die am 17. Mai in Versammlung waren, beschlossen hat, dass der selige Giovanni Battista Scalabrini als Heiliger in der Kirche verehrt werden soll. […] Wir wissen, wie sehr dem Heiligen Vater die Migranten, Flüchtlinge, Seeleute und alle Menschen, die in der menschlichen Mobilität involviert sind, am Herzen liegen. Oft hat er der Kirche und der Gesellschaft die Pflicht aufgezeigt, sie aufzunehmen, zu schützen, ihre Lebensbedingungen zu fördern und ihren Beitrag zum gemeinsamen Zusammenleben zu würdigen. Mit der Heiligsprechung von Giovanni Battista Scalabrini möchte Papst Franziskus der Kirche das Vorbild eines Bischofs zeigen, der sich nicht nur ganz dem Wohl seines Volkes gewidmet hat, sondern sein Herz auch für die Schwestern und Brüder geöffnet hat, die das Leben weit weg von zu Hause geführt hat.
Indem wir dem Heiligen Vater für dieses Geschenk danken und uns darüber freuen, dass unser Gründer und Inspirator als Vorbild anerkannt wird, fühlen wir uns noch mehr verpflichtet, das Charisma, das er uns hinterlassen hat, lebendig zu halten und uns dem Dienst an der Brüderlichkeit zu widmen, wo Menschen nicht durch Gewalt und Krieg vertrieben werden, nicht aussortiert werden, weil sie für das System überflüssig sind, sondern
in ihrer Einzigartigkeit und Vielfalt geschätzt und gewürdigt werden. Jede Gemeinschaft ist eingeladen, den Migranten mitzuteilen, dass sie in Scalabrini einen Vater und Patron haben, an den sie sich in Schwierigkeiten wenden können, damit er den Schutz Gottes erfleht, der seinen bevorzugten Blick auf die Kleinen und Ausgegrenzten richtet […]“.
So äußerten sich in einem Brief an die gesamte Scalabrini-Familie der Generalobere der Scalabrini-Missionare und die Generaloberin der Scalabrini-Missionsschwestern (die beiden von G.B. Scalabrini im 19. Jahrhundert gegründeten Kongregationen) sowie die Generalverantwortliche unseres Instituts der Scalabrini-Säkularmissionarinnen, Regina Widmann.
Scalabrini ist der Inspirator unseres Säkularinstituts, das 1961, 56 Jahre nach dem Tod des seligen Bischofs von Piacenza, gegründet wurde. In dieser Ausgabe von „Auf den Straßen des Exodus“ möchten wir, neben den weiteren Vertiefungen und Zeugnissen zum Scalabrini-Jahr, mit euch und den vielen Freunden, die unseren Weg begleiten, die Freude über die Heiligsprechung von G.B. Scalabrini teilen, dessen Leben so zu einer lebendigen Botschaft des Glaubens, der Hoffnung und der Nächstenliebe für die ganze Weltkirche wird, in einer Zeit, in der Migration immer komplexere und dramatischere Züge annimmt.

